Workshop „Interkulturelles Management: Das Projekt ‘Neue Seidenstraße’. Grundlagen, Herausforderungen und Ziele“ an der Türkisch – Deutschen Universität

14.06.2019

Vom 13.05. bis zum 14.05.2019 fand an der Türkisch-Deutschen Universität der Workshop “Interkulturelles Management: Das Projekt ‘Neue Seidenstraße’. Grundlagen, Herausforderungen und Ziele“ statt. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Ernst Struck (Universität Passau & TDU Istanbul) und Mag. Alexander G. Welzl (Technikum Wien). An zwei Tagen diskutierten Studierende, Wissenschaftler und Vertreter der Wirtschaft die Potentiale und Gestaltungsmöglichkeiten der chinesischen ‚Belt and Road Initiative‘ und ihre Auswirkungen auf den eurasischen Kontinent.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete die Key Note Speech von Prof. Dr. Zhongming Wang, dem Präsidenten des Global Entrepreneurship Research Centre an der Zhejiang Universität. Anschließend wurden in einem offenen Diskussionsformat mit kurzen Impulsbeiträgen von Experten und Masterstudierenden des Studiengangs „Interkulturelles Management, IKM“ unterschiedlichste Facetten des Projekts ‚Neue Seidenstraße‘ beleuchtet. Hierbei ging es unter anderem um interkulturelle Aspekte, mögliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Türkei und die Wahrnehmung in der türkischen Öffentlichkeit.

Mag. Alexander G. Welzl wies einleitend eindrücklich auf die grundlegenden Herausforderungen hin, die sich aus der chinesischen Seidenstrassen-Initiative ergeben. Dr. Fritz Audebert, CEO des interkulturellen Beratungsunternehmens ICUnet, berichtete über seine Eindrücke als Teilnehmer an einer Delegationsreise des damaligen deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriels nach China, aus einer interkulturellen Perspektive. Einblicke in den Alltag global agierender Logistikunternehmen sowie in die praktischen Herausforderungen mit denen sie konfrontiert sind, gab Ergin Büyükbayram, General Manager von Universal-Transport Türkiye. Georg Steiner, Tourismusdirektor der Stadt Linz und Geschäftsführer der Donau-Arbeitsgemeinschaft „Straße der Kaiser & Könige“, berichtete von der Städtepartnerschaft zwischen Linz und Chengdu und seinen Reisen in die Partnerstadt. Während Chengdu sich im Zuge der rasanten Entwicklung Chinas in den letzten vierzig Jahren eindrücklich verändert hat, wurde es zugleich zu einer der lebenswertesten Städte des Landes. Gleichzeitig mahnte Georg Steiner den Blick nicht eindimensional auf China zu richten und dabei andere aufstrebende Länder, wie etwa Indien, nicht zu vergessen. Einigkeit herrschte am Ende des Workshops über die Notwendigkeit einer wertschätzenden, informierten und proaktiven internationalen Zusammenarbeit. Hierzu ist interkulturelle Kompetenz und Zusammenarbeit, wie sie an der TDU gelehrt und gelebt wird, ein zentraler Beitrag.